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Lesen: Eine Buchrezension

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Eine gute Rezension lobt, räumt ein und urteilt. Folge diesen Schritten, und du weißt, ob dem Kritiker das Buch wirklich gefallen hat.

  1. 1Zusammenfassung, Lob, Einräumung, Urteil
  2. 2Kritiker gegen Rezensent
  3. 3Wörter für Rezensionen
Why this matters

Eine Buchrezension von etwa 260 Wörtern, die Textsorte aus dem Kulturteil jeder Zeitung. Sie tut, was Rezensionen tun: Sie fasst zusammen (erzählt sie die Geschichte einer Familie, die im Laufe des 20. Jahrhunderts dreimal ihre Heimat verlassen muss) und lobt (Sprachlich ist das Buch beeindruckend; Die ruhig erzählten Kapitel ziehen den Leser langsam in ihren Bann; achte auf das Partizip vor dem Nomen). Sie räumt etwas ein und antwortet auf Kritik (Zwar ist der Anfang langsam, aber …; Manche Kritiker bemängeln die vielen Figuren … Ich fand sie dagegen bereichernd). Sie nennt eine echte Schwäche (Schwächer ist allenfalls das Ende) und urteilt (Insgesamt … sehr empfehlenswert). Die Fragen gehen diese Schritte der Reihe nach durch. Die Strukturen für Zugeständnis und Gegensatz aus diesem Abschnitt tragen das Gleichgewicht der Rezension: zwar … aber, dagegen, hingegen, allenfalls. Halte auseinander, was Kritiker sagen (manche bemängeln) und was der Rezensent sagt (ich fand …, mir hingegen …). Genau dort sitzen die falschen Antworten.

Rezension: „Die lange Reise“

Mit „Die lange Reise“ legt die Autorin Marta Lindner ihren dritten Roman vor – und ihren bisher ehrgeizigsten. Auf fast 600 Seiten erzählt sie die Geschichte einer Familie, die im Laufe des 20. Jahrhunderts dreimal ihre Heimat verlassen muss: zuerst ein Dorf in Schlesien, dann Ost-Berlin, schließlich eine Kleinstadt im Ruhrgebiet, in der die Zeche geschlossen wird. Im Mittelpunkt steht die Großmutter Hedwig, deren Erinnerungen die drei Teile des Buches verbinden.

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