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Sprechen: Ironie & Betonung

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Auf Deutsch kann „Das ist ja großartig“ eine Katastrophe bedeuten: Lern, Ironie in einer flachen Stimme zu hören und wann du lieber untertreibst.

  1. 1Partikeln, die den Sinn umdrehen
  2. 2Untertreibung und gespielte Förmlichkeit
  3. 3Erkenne sie, aber ziele nicht damit
Why this matters

Zwölf Sätze, die vom Ton leben, zum Hören und Nachsprechen: ironisches Lob (Na, das ist ja großartig gelaufen; Das hast du ja wieder mal toll hinbekommen; Na toll, jetzt regnet es auch noch), die aufgeladenen Partikeln ja, wohl und aber (Du bist ja ein Held; Das war wohl nichts; Du bist aber früh dran, gesagt zu jemandem, der zu spät kommt), gespielte Förmlichkeit (Wie überaus freundlich von Ihnen, uns das jetzt mitzuteilen), Untertreibung (Nicht ganz optimal, würde ich sagen), der rhetorische Wunsch (Schön wär's), die trockene Miene (Ich bin begeistert) und zwei Redewendungen der Resignation (Da haben wir den Salat; Das kann ja heiter werden). Ironie trägt das Deutsche über Partikeln und über eine flache, leicht verlangsamte Intonation: Die Wörter sagen das eine, der Vortrag das Gegenteil. Muttersprachler erwarten, dass du sie erkennst: Ein ironisches großartig ist eine negative Bewertung, und die wahre Haltung eines Sprechers hängt oft genau daran. In einer ernsten Diskussion mit Menschen, die du nicht gut kennst, lass die Ironie weg: Sie wird leicht missverstanden und kann herablassend wirken. Untertreibung (nicht ganz optimal, nicht ganz überzeugend) ist der sichere Weg, Kritik zu üben. Sprich jeden Satz zweimal nach: einmal ernst, einmal ironisch, und hör, was sich ändert.

Phrase 1 of 12

Na, das ist ja großartig gelaufen.

Well, that went brilliantly. (ironic: it went badly)

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