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Lesen: Sprachbausteine-Cloze

Lesson · 4 rules · about 4 min

Füll Lücken in anspruchsvollem Wissenschaftsdeutsch, indem du zuerst die Form und dann die Bedeutung prüfst: eine Methode, die dich selten im Stich lässt.

  1. 1Zuerst die Grammatik: Wortart und Form
  2. 2Funktionsverbgefüge und feste Verben
  3. 3Dann die Bedeutung: die Beziehung zu den Nachbarn
  4. 4Zeit: Folge den Nachbarn
Why this matters

Ein Lückentext zu einem kurzen wissenschaftlichen Text, und die Lücken sitzen dort, wo formelles Deutsch am schwersten ist: Verben (Bedeutung, Zeit, Modus), Modalverben, Konnektoren, Angaben der Zeit, des Grundes, der Art und Weise und des Ortes, Pronomen. Diese Übung ist genau diese Aufgabe an einem Text in voller Länge: acht Lücken mit je vier Möglichkeiten. Jede Lücke löst du in zwei Schritten: zuerst die Grammatik (welche Wortart und Form verlangt die Stelle: ein Verb im Präteritum passend zu seinen Nachbarn? eine Konjunktion, weil das Verb am Ende steht? ein Gradadverb in einem Relativsatz?), dann die Bedeutung (welche der übrig gebliebenen Möglichkeiten passt zur Argumentation: ein Zugeständnis, weil der nächste Satz „bleibt offen“ sagt?). Funktionsverbgefüge, also feste Verbindungen aus Nomen und einem bedeutungsarmen Verb, sind besonders beliebt (legen … nahe, stellen … in Frage, ziehen … in Betracht): Lern das Funktionsverb. Auch die Einheit der Zeit wird oft geprüft: Eine Erzählung im Präteritum will Präteritum, das Plusquamperfekt nur für den früheren Schritt. Und der Konjunktiv markiert wiedergegebene Behauptungen (man vermutet, dass … sei / werde): Achte darauf.

Schlaf und Gedächtnis

Schlaf und Gedächtnis Lange Zeit galt Schlaf als passiver Zustand, in dem das Gehirn (1) ___ ruht. Man stellte ihn sich vor wie einen Computer im Standby-Modus: Die Lichter sind aus, nichts geschieht, und am Morgen läuft alles weiter wie zuvor. Diese Vorstellung war so einleuchtend, dass sie über Jahrzehnte kaum jemand in Frage (2) ___.

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