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Großer Text: Zum Wert des Lesens

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Folge einem Kommentar, der die Sicht der Kritiker im Konjunktiv wiedergibt und sie dann mit eigener Stimme zerlegt.

  1. 1Durchgehaltene indirekte Rede: Der Modus ist das einzige Signal
  2. 2Widerlegen und einräumen im akademischen Register
  3. 3Die eigenen Behauptungen des Autors: Indikativ und Vorsicht
Why this matters

Ein argumentierender Kommentar von etwa 420 Wörtern über den Wert des Lesens, mit elf Lücken. Der erste Absatz gibt die These der Kritiker in indirekter Rede wieder: Nach dem einzigen Signal „so heißt es seit Jahren in Feuilletons und auf Podien“ bleibt jedes Verb im Konjunktiv: „wer heute noch einen Roman von sechshundert Seiten zur Hand nehme, gelte bereits als Sonderling“. Von „Diese Diagnose hat den Vorzug der Eingängigkeit.“ an spricht der Autor mit eigener Stimme, im Indikativ: Er widerlegt einen Teil der These, räumt einen anderen ein, zieht einen begrenzten Schluss und endet mit „Nicht das Lesen ist bedroht, sondern die Muße, die es verlangt.“ Die Lücken prüfen den Konjunktiv I und seinen Ersatz im Konjunktiv II in durchgehaltener indirekter Rede, die festen Wendungen des Widerlegens und Einräumens und die vorsichtig formulierten Behauptungen des Autors. Manche Lücken sind Auswahllisten, manche musst du tippen; der Hinweis nennt das Verb oder seine Bedeutung, nie die Form.

Zum Wert des Lesens

Kaum eine kulturkritische Klage wird so beharrlich wiederholt wie die vom Ende des Lesens. Das Buch, so heißt es seit Jahren in Feuilletons und auf Podien, ein Auslaufmodell.