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Subjektives sollen: Er soll reich sein

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Lies die Nachrichten wie ein Muttersprachler: Erkenne, wann Er soll reich sein ein Gerücht weitergibt und Er will … eine Behauptung anzweifelt.

  1. 1soll + Infinitiv = man sagt, dass
  2. 2Behauptung über früher: soll + Partizip II + haben / sein
  3. 3will + Infinitiv = behauptet von sich (und ich zweifle daran)
  4. 4sollen = andere sagen es; wollen = er sagt es von sich
Why this matters

Modalverben haben ein zweites Leben: Statt Pflicht oder Fähigkeit können sie zeigen, wie der Sprecher zu einer Behauptung steht. sollen bedeutet in dieser „subjektiven“ Verwendung „man sagt, dass“, also Hörensagen: Er soll reich sein (die Leute sagen, er ist reich); Sie soll gewonnen haben (man sagt, sie hat gewonnen); Das Restaurant soll verkauft worden sein. Und wollen bedeutet „behauptet von sich“: Er will nicht dort gewesen sein (er behauptet, er war nicht dort, und ich zweifle daran). Die Form verrät es: soll / will im Präsens, mit einem Infinitiv für eine Behauptung über jetzt (reich sein) und einem Infinitiv der Vergangenheit, also Partizip II + haben / sein, für eine Behauptung über früher (gewonnen haben, gegangen sein). Das ist eine Einführung; später im Kurs lernst du das ganze subjektive System kennen (müssen = must be, dürfte = probably, könnte = might). sollen allein reicht schon für das, was du beim Lesen der Nachrichten brauchst: 'Der Minister soll zurücktreten' als Gerücht zu erkennen, nicht als Befehl.

Question 1 of 10 · eins
eins1zwei2drei3vier4fünf5sechs6sieben7acht8neun9zehn10

sollen / wollen (subjektiv)

Man sagt …

Er sehr reich . (Man sagt, er ist sehr reich.)

He is said to be very rich.