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Lesen: Essay

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Lies einen Essay über das Vergessen im digitalen Zeitalter und erfasse, was der Autor einräumt, was er ablehnt und wie er neu definiert.

  1. 1Die Haltung steckt in den kleinen Wörtern
  2. 2Neubestimmung: X ist nicht …, sondern vielmehr …
  3. 3Einräumung → Wende → Einschränkung → Schluss
Why this matters

Ein Essay von etwa 430 Wörtern über das Vergessen im Zeitalter der digitalen Speicherung. Er folgt der klassischen Linie des Essays: ein auffälliger Anfang („Wir leben im Zeitalter der totalen Speicherung.“), eine Einräumung („Man mag das zunächst für einen Gewinn halten, und in mancher Hinsicht ist es einer“), die Wende („Doch gerade darin liegt eine unterschätzte Gefahr.“), die Neubestimmung des Schlüsselbegriffs („Das Vergessen ist jedoch keine bloße Schwäche des Gedächtnisses, sondern vielmehr eine seiner wichtigsten Leistungen.“), ein Beispiel, eine Einschränkung der eigenen Behauptung („Nichts davon ist ein Plädoyer für das Verdrängen.“) und ein Schluss, der das „Recht auf Vergessen“ neu deutet. Die Fragen zielen auf Haltung und Argumentation, nicht auf Tatsachen: was der Autor einräumt, was er ablehnt und wie er neu definiert.

Über das Vergessen

Wir leben im Zeitalter der totalen Speicherung. Jedes Foto, jede Nachricht, jede unbedachte Bemerkung in einem Forum lässt sich noch Jahre später mit wenigen Klicks wiederfinden. Was einmal digital festgehalten wurde, scheint dem Vergessen für immer entzogen. Man mag das zunächst für einen Gewinn halten, und in mancher Hinsicht ist es einer: Kein Brief geht mehr verloren, kein Geburtstag wird mehr übersehen, keine Äußerung eines Politikers gerät in Vergessenheit.

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